Kapitel 7 von 15

Kommunikation und Dokumentation im Einsatz

7.1 BOS-Digitalfunk (TETRA)

Der BOS-Digitalfunk basiert auf dem TETRA-Standard (Terrestrial Trunked Radio) und ist das bundeseinheitliche Funksystem aller Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Er ersetzt seit Mitte der 2010er Jahre flächendeckend den alten Analogfunk und bietet entscheidende Vorteile:

  • Verschlüsselte Kommunikation – kein Abhören durch Unbefugte

  • Direktmodus (DMO): Gerät zu Gerät ohne Netzinfrastruktur – unverzichtbar in Tunneln, Gebäuden oder bei Netzausfall

  • Objektversorgung (OV): In bestimmten Gebäuden vorinstallierte TETRA-„Einspeisung“, um die Kommunikation von Trupps im Gebäude und nach Außen sicherzustellen

  • Netzmodus (TMO): Kommunikation über Netzinfrastruktur – hohe Reichweite, auch über große Distanzen

  • Strukturierte Rufgruppen: Jede Funktion, jede Organisation und jeder Einsatzabschnitt kann einer eigenen Rufgruppe zugewiesen werden

  • Gruppenruf, Einzelruf und Notruf als separate Funktionen

Rufgruppenplanung als Führungsaufgabe

Rufgruppen sind nicht nur technische Kanäle. Sie sind die kommunikative Abbildung der taktischen Führungsstruktur. Jeder Einsatzabschnitt, jede Koordinierungsebene und jede interorganisatorische Schnittstelle braucht eine definierte Rufgruppe – sonst spricht jeder mit jedem, und niemand hört das Wichtige. Die Planung der Rufgruppen gehört deshalb zu den ersten Führungsaufgaben nach der Lagefeststellung.

Fleetmapping bezeichnet die organisationsdurchgreifende Zuweisung von Rufgruppen im TETRA-Netz: Jede taktische Einheit – unabhängig von ihrer Heimatorganisation – wird aktiv einer definierten Rufgruppe zugewiesen. Ohne Fleetmapping senden RTW des DRK in ihrer Heimatrufgruppe, Fahrzeuge des MHD in ihrer, und die ELW können keinen davon direkt erreichen. Das klingt nach einem Technikproblem. Es ist ein Führungsproblem. Und es ist lösbar – wenn es vorher geplant wird.

Reichen die vorhandenen Rufgruppen nicht aus – was bei größeren Lagen mit mehreren Abschnitten und interorganisatorischer Beteiligung schnell der Fall ist – können zusätzliche Rufgruppen über den TTB (Taktisch-Technischen Betrieb) angefordert werden. Der TTB ist die zuständige Stelle im TETRA-Netz, die kurzfristig temporäre Rufgruppen einrichten kann. Die Anforderung muss frühzeitig erfolgen – wer erst in der heißen Phase des Einsatzes merkt, dass Rufgruppen fehlen, hat das Problem nicht mehr lösbar.

Redundanzen schaffen: Kein Kommunikationssystem ist unverwundbar. Digitalfunk kann bei Netzüberlastung oder Gebäudelagen an Grenzen stoßen. Deshalb: Mobilfunk als Ergänzung einplanen, bei längerem Einsatz drahtgebundene Verbindungen zwischen Befehlsstellen erwägen (vgl. FwDV 100), und alternative Meldewege – Melder, Verbindungspersonen – als Rückfallebene kennen. Redundanz ist keine Übervorsicht. Sie ist die Lehre aus jedem großen Einsatz der letzten Jahre.

🟡 MERKSATZ

Kommunikation funktioniert nicht von selbst. Sie muss aktiv geplant, umgesetzt und fortgeschrieben werden. Die Einsatzstruktur kommunikativ abzubilden – wer mit wem auf welcher Rufgruppe spricht – ist so wichtig wie die räumliche Abbildung auf der Lagekarte.

7.2 Sprechfunkregeln im Einsatz

Klare, normierte Funkkommunikation ist im Einsatz kein Luxus – sie ist lebensnotwendig. Ein unklarer oder falsch adressierter Funkspruch kann dazu führen, dass wichtige Informationen nicht ankommen oder dass der Funkkanal unnötig belastet wird.

Die korrekte Reihenfolge beim Funkruf

Im BOS-Sprechfunk gilt eine eiserne Grundregel, die sich von der Alltagskommunikation unterscheidet:

🔴 GRUNDREGEL SPRECHFUNK – GERUFENER VOR RUFENDEM

Zuerst wird IMMER derjenige genannt, den man rufen möchte (Empfänger).

Dann erst nennt man sich selbst (Sender).

Schema: '[Gerufener] von [Rufendem]'

✅ RICHTIG: 'Leitstelle von OrgL – kommen!'

✅ RICHTIG: 'Bereitstellungsraum von LNA – kommen!'

✅ RICHTIG: 'Alle Stationen von Einsatzleitung – kommen!'

❌ FALSCH: 'OrgL an Leitstelle'

❌ FALSCH: 'LNA ruft Bereitstellungsraum'

Warum? Der Gerufene muss zuerst aufhorchen, bevor er weiß, dass er gemeint ist.

Erst wenn er seinen eigenen Namen hört, weiß er: Dieser Ruf gilt mir!

Vollständiger Aufbau eines Funkgesprächs

Schritt Inhalt Beispiel
1 – Anruf Gerufener nennen, dann sich selbst, Gesprächswunsch signalisieren 'Leitstelle von OrgL – kommen!'
2 – Antwort Gerufener bestätigt Empfangsbereitschaft 'Hier Leitstelle, kommen!'
3 – Nachricht Kurze, klare Mitteilung übertragen 'Benötige sofort 4 weitere RTW zum MANV Autobahn A3 – kommen!'
4 – Quittierung Empfänger wiederholt Kernaussage (Closed-Loop!) 'Verstanden – sende 4 RTW zur A3 – kommen!'
5 – Abschluss Beide Seiten beenden das Gespräch 'Korrekt – Ende!' / 'Ende!'

🟡 MERKSATZ

'Leitstelle von OrgL' – nie andersherum. Wer den Gerufenen zuerst nennt, gibt dem Empfänger die Chance, aufzumerken. Das ist keine Formalität, sondern Kommunikationseffizienz.

Weitere Grundregeln der Funkkommunikation

  • Kürze: Nur das Notwendige – kein Füllwort. Jede Sekunde auf dem Kanal kostet anderen Einsatzkräften Sendezeit.

  • Klarheit: Eindeutig formuliert, keine Abkürzungen, die nicht alle kennen, kein Fachjargon, der missverstanden werden kann.

  • Closed-Loop: Jeder Auftrag und jede wichtige Meldung werden vom Empfänger wiederholt und vom Sender bestätigt.

  • Kommunikationsdisziplin: Kein Privatgespräch über Funk; keine unnötigen Statusmeldungen; kein gleichzeitiges Senden.

  • Funkstille bei Bedarf: Der Einsatzleiter kann Funkstille anordnen für wichtige Durchsagen.

7.3 Das METHANE-Schema – Erstmeldung beim MANV

Das METHANE-Schema ist das internationale Standardformat für die strukturierte Erstmeldung beim MANV.

Das METHANE-Schema ist besonders in der Frühphase eines MANV wertvoll: Es zwingt den ersteintreffenden Führer dazu, alle relevanten Informationen geordnet zu übermitteln – auch unter großem Druck.

🔴 WICHTIG

METHANE ist eine Erstmeldung, keine Vollmeldung. Sie wird so früh wie möglich abgesetzt – auch wenn noch nicht alle Informationen vollständig sind. Fehlende Punkte werden mit 'Noch nicht bekannt' oder 'Wird nachgereicht' kenntlich gemacht. Schnelligkeit hat Vorrang vor Vollständigkeit!

Vollständiges METHANE-Beispiel

📻 PRAXISBEISPIEL – METHANE-Erstmeldung

'Leitstelle von OrgL – METHANE-Meldung – kommen!'

'Hier Leitstelle – kommen!'

'M: Großschadensereignis wird ausgerufen.

E: Autobahn A3 Richtung Frankfurt, Kilometer 47, zwischen AS Mülheim und AS Leverkusen.

T: Reisebusunfall, Fahrzeug auf der Seite.

H: Kraftstoffaustritt, Feuergefahr.

A: Zufahrt über AS Mülheim, Gegenfahrbahn nutzbar.

N: Schätzungsweise 40 Personen betroffen, 8 schwer verletzt, 3 eingeklemmt.

E: 2 RTW, 1 NEF vor Ort. Feuerwehr und Polizei auf Anfahrt.

Nachforderung: 10 weitere RTW, 2 NEF, LNA und OrgL, AB-MANV – Ende!'

7.4 Das MELDEN-Schema – Strukturierte Lagemeldungen

Funk-KarteNeben dem METHANE-Schema für die MANV-Erstmeldung gibt es das MELDEN-Schema für allgemeine strukturierte Lagemeldungen. Es ist schlanker aufgebaut, konsequent auf die laufende Kommunikation ausgerichtet – und genau deshalb in Deutschland das mit Abstand am häufigsten eingesetzte Meldeschema im Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz.

Das MELDEN-Schema gliedert jede Meldung in sechs Elemente:

MMelder: Wer gibt die Meldung ab? Funktion, Name, Standort.

EEreignis: Was ist passiert? Art und Charakter des Schadensereignisses.

LLage: Wie ist die aktuelle Situation? Schadensumfang, Betroffene, besondere Gefahren.

DDurchgeführte Maßnahmen: Was wurde bereits eingeleitet?

EEinsatzkräfte: Welche eigenen Kräfte und Mittel sind verfügbar oder bereits gebunden?

NNotwendige Unterstützung: Was wird noch benötigt? Anforderungen, nächste Schritte.

Warum aber hat sich gerade dieses Schema so breit durchgesetzt? Die Antwort liegt in seiner Universalität. METHANE ist ein Spezialist – entwickelt für die eine, hochkritische Situation der MANV-Erstmeldung, mit einem festen Informationsrahmen, der genau auf diesen Zweck zugeschnitten ist. MELDEN dagegen ist ein Generalist. Es funktioniert beim kurzen Statusbericht an die Leitstelle genauso wie bei der formellen Übergabe der Einsatzleitung, bei der Anforderung von Verstärkung ebenso wie beim Abschlussbericht am Ende des Einsatzes. Diese Flexibilität ist kein Zufall, sondern Programm.

Ein weiteres Argument für MELDEN: Die Buchstabenfolge ist intuitiv. Wer sich das Wort „MELDEN" einmal gemerkt hat, hat die Struktur im Kopf – ohne Eselsbrücke, ohne zusätzliche Lernarbeit. Gerade unter Stress, wenn die kognitive Kapazität ohnehin begrenzt ist, zahlt sich diese einfache Abrufbarkeit aus. Das METHANE-Schema mit seinen sieben Positionen und dem englischen Ursprung ist für viele Anwenderinnen und Anwender kognitiv aufwendiger zu reproduzieren – ein Nachteil, der in der Praxis häufig unterschätzt wird.

Hinzu kommt: MELDEN lässt sich skalieren. Eine kurze Lagemeldung per Funk umfasst vielleicht drei Sätze – die Struktur bleibt trotzdem erhalten. Eine ausführliche Übergabe beim Schichtwechsel füllt alle sechs Elemente mit Tiefe. Das Schema zwingt den Meldenden nicht in ein starres Korsett, sondern gibt dem Gedanken Richtung. Und das ist letztlich der Kern jedes guten Kommunikationsschemas: nicht das Denken ersetzen, sondern es ordnen.

Das MELDEN-Schema kann jederzeit während eines Einsatzes eingesetzt werden – bei Lageberichten an die Einsatzleitung, beim Wechsel der Einsatzleitung oder beim Anfordern von Unterstützung. Entscheidend ist dabei, dass die Meldung der FwDV 100 entspricht: klar, sachlich, vollständig – und weder übertrieben noch untertrieben. Tatsachen und Vermutungen müssen dabei stets deutlich voneinander getrennt werden.

Schema Verwendungszweck Umfang Zeitpunkt
METHANE MANV-Erstmeldung; internationale Standardmeldung bei Großschadensereignissen Umfangreich – alle 7 Elemente Frühestmöglich nach Lageerkennung
MELDEN Allgemeine Lagemeldung, Statusbericht, Übergabe, Nachforderung Kompakt – 6 Elemente, skalierbar Laufend während des Einsatzes

✅ MERKHILFE

PRAXISTIPP: Beide Schemata sind leichter zu merken, wenn Sie sie als Kurzform schriftlich vor sich haben – z. B. auf einer laminierten Karte im Einsatzrucksack oder im NEF. Entwickeln Sie Ihre persönliche 'Pocket Card'.

7.5 Meldewesen und Informationsfluss

Strukturiertes Meldewesen sorgt dafür, dass alle Führungsebenen jederzeit über die aktuelle Lage informiert sind. Es ist daher keine Kür, sondern die essenzielle Grundlage aller weiteren Entscheidungen.

Tipp für Nachforderungen: Fordere eine Gesamtzahl der notwendigen RM an, also z.B. „Benötigen insgesamt 12 RTW, 7 NEF sowie 4 KTW an der Einsatzstelle“

Dann hat die Leitstelle die „Verantwortung“ die Differenz zu den aktuell auf Anfahrt befindlichen Kräften zu alarmieren und man hat sich diese Rechnung gespart, besonders anfangs, wenn die Zahl der bereits auf Anfahrt befindlichen Einsatzmittel eventuell nicht ganz klar ist.

Grundsatz: Schnelligkeit vor Vollständigkeit

In der Initialphase eines MANV ist eine frühzeitige, unvollständige Meldung wertvoller als eine vollständige Meldung zu spät. Die Leitstelle und nachrückende Kräfte benötigen so früh wie möglich eine erste Einschätzung, um Ressourcen zu disponieren.

ℹ️ HINWEIS

Faustregel: Die METHANE-Erstmeldung als „Lage auf Sicht“ sollte spätestens 3 Minuten nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle abgesetzt werden – auch wenn noch nicht alle Informationen vollständig sind.

Lageberichtsrhythmus

Nach der Erstmeldung muss ein regelmäßiger Lageberichtsrhythmus etabliert werden. LNA und OrgL berichten in festgelegten Abständen an die übergeordnete Einsatzleitung und fordern bei Bedarf Ressourcen nach.

Empfehlung: alle 15–20 Minuten oder bei wesentlicher Lageänderung.

7.6 Dokumentation im Einsatz

Dokumentation im Einsatz dient drei gleichrangigen Zwecken, die alle unverzichtbar sind:

  • Qualitätssicherung: Wie haben wir entschieden? War es richtig? Was lernen wir für den nächsten Einsatz?

  • Rechtssicherheit: Was wurde wann warum entschieden? Im Schadensfall ist die Dokumentation der wichtigste Selbstschutz.

  • Übergabe: Wer die Einsatzleitung übernimmt, braucht einen lückenlosen dokumentierten Überblick über den bisherigen Verlauf.

Was muss dokumentiert werden?

  • Zeitpunkte: Alarmierung, Eintreffen, Übergabe, Einsatzende

  • Patientendaten: SK, Anzahl pro Kategorie, Verlegungen, Zielkrankenhäuser, Besonderheiten

  • Entscheidungen: Was wurde wann angeordnet – und mit welcher Begründung?

  • Ressourcen: Welche Einheiten wurden wann angefordert? Wann eingetroffen? Wann abgezogen?

  • Besondere Ereignisse: Komplikationen, Lageänderungen, Anforderungen, Rückfragen

🟡 MERKSATZ

Wer nicht dokumentiert hat, kann nicht beweisen.
Wer dokumentiert, schützt sich, sein Team und die Patienten.

7.7 Kommunikation mit Betroffenen und Öffentlichkeit

Betroffene, Angehörige und Medien haben ein berechtigtes Informationsinteresse. Als LNA oder OrgL sind Sie hierfür jedoch ausdrücklich NICHT zuständig – das ist Aufgabe des autorisierten Pressesprechers der Einsatzleitung.

  • Angehörigenbetreuung: Getrennt von der Einsatzstelle einrichten – Betreuungsstelle mit ausreichend Abstand zum Schadensbereich. PSNV-B einbeziehen.

  • Medienanfragen: Immer an den autorisierten Pressesprecher verweisen. Niemals selbst Auskünfte an Medien geben!

  • Social Media: Keine Bilder oder Videos von der Einsatzstelle in öffentliche Medien – weder durch Einsatzkräfte noch durch Betroffene, soweit kontrollierbar.

🔴 WICHTIG

Das Veröffentlichen von Bildern aus dem Einsatz kann das Leben von Einsatzkräften gefährden („Lageverrat“), verletzt die Würde der Opfer und kann straf- sowie disziplinarrechtliche Konsequenzen haben.

ZUSAMMENFASSUNG – KAPITEL 7

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Sprechfunk: Gerufener immer zuerst nennen – 'Leitstelle von OrgL', nie umgekehrt.

  • METHANE-Schema: Die 7-Elemente-Erstmeldung beim MANV (Major, Exact, Type, Hazards, Access, Number, Emergency Services).

  • MELDEN-Schema: Strukturierte Lagemeldung (Meldender, Einsatzort, Lage, Durchgeführte Maßnahmen, Einsatzkräfte, Nachforderung).

  • Closed-Loop: Jeder Auftrag und jede wichtige Meldung wird quittiert und bestätigt.

  • Dokumentation ist Qualitätssicherung, Rechtssicherheit und Übergabebasis – alles gleichzeitig.

  • Medien- und Öffentlichkeitskommunikation ist nicht Ihre Aufgabe – immer an Pressesprecher verweisen.

Lernfragen zur Selbstkontrolle

  • Wie lautet die Grundregel beim Funkruf im BOS-Digitalfunk? Korrigieren Sie folgende fehlerhafte Formulierung und erklären Sie, warum sie falsch ist: 'OrgL an Leitstelle – ich benötige Verstärkung!'

  • Formulieren Sie eine vollständige METHANE-Erstmeldung für folgende Lage: Zugunglück im Bahnhof Köln-Deutz, zwei Waggons entgleist, ca. 80 Reisende betroffen, Strom liegt an den Gleisen an, Sie sind als erster OrgL vor Ort, 3 RTW und 1 NEF sind eingetroffen.

  • Verwenden Sie das MELDEN-Schema, um einen Lagebericht 30 Minuten nach Einsatzbeginn zu formulieren: 22 Patienten versorgt, 5 bereits transportiert, 4 RTW im Einsatz, 2 weitere auf Anfahrt, Ladezone läuft stabil.

  • Was ist der Unterschied zwischen METHANE und MELDEN? Wann setzen Sie welches Schema ein?

  • Ein Journalist spricht Sie direkt an der Einsatzstelle an und möchte wissen, wie viele Tote es gibt. Wie reagieren Sie – und warum?

KAPITEL 8

Medizinische Grundlagen für Führungskräfte

LERNZIELE DIESES KAPITELS

Nach dem Durcharbeiten dieses Kapitels…

  • Können Sie ein vollständiges medizinisches Lagebild erstellen und kommunizieren

  • Verstehen Sie den Paradigmenwechsel von Individual- zu Massenmedizin und können diesen begründen

  • Kennen Sie die ethischen Grundlagen und Konflikte der „MANV-Medizin“

  • Können Sie die Sichtungskategorien und ihre Konsequenzen medizinisch fundiert begründen

  • Können Sie die medizinischen Führungsaufgaben des LNA im Detail beschreiben

  • Können Sie besondere Patientengruppen und ihre spezifischen Anforderungen einschätzen

  • Kennen Sie die technische Ausstattung und können deren Grenzen in die Planung einbeziehen

  • Wissen Sie, wie sie Krankenhauskapazitäten bewerten und die Patientenverteilung koordinieren können